Großes Interesse an berufsbegleitenden Studiengängen der Fachhochschule Kaiserslautern

Erwartungen wurden weit übertroffen


Erstmals zum Sommersemester 2012 bietet die Fachhochschule Kaiserslautern in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) drei berufsbegleitende Bacherlorstudiengänge an, die zum Studienabschluss „Bachelor of Engineering (B.Eng.)“ führen. Insgesamt haben sich 65 neue Studierende zum ersten Semester eingeschrieben.

Die im Fachbereich Angewandte Ingenieurwissenschaften „AIng“ angesiedelten Studiengänge Automatisierungstechnik, Industrial Engineering und Prozessingenieurwesen bieten Interessierten mit einer abgeschlossenen qualifizierten Berufsausbildung die Möglichkeit, Beruf und Studium miteinander zu verbinden. Die Lehrveranstaltungen finden im  zweiwöchigen Turnus freitags nachmittags und samstags statt. Studierende haben nicht nur keine finanziellen Nachteile, sondern das Studium ermöglicht ihnen Theorie und Praxis auf ideale Weise miteinander zu verbinden: Projekte, die im beruflichen Umfeld durchgeführt werden, können für das Studium anerkannt werden. Durch die Nutzung von neuen Lern- und Lehrplattformen können Studierende von zu Hause aus, neben der Arbeitszeit die vermittelten Studieninhalte vertiefen und verfestigen.

Der Bedarf für ein solches Angebot scheint groß, denn die auf Anhieb 65 Neueinschreibungen haben die Erwartungen des Fachbereichs „Angewandte Ingenieurwissenschaften“ übertroffen. Dabei fielen 23 neue Studierende auf den Studiengang Automatisierungstechnik, Industrial Engineering zählt 15 „Neulinge“ und Prozessingenieurwesen haben 27 Interessierte aufgenommen. Die Altersverteilung der Studierenden liegt zwischen 20 und 49 Jahren. Die Jüngsten haben gerade erst Ihre Ausbildung abgeschlossen. Ältere Studierende können dagegen auf viele Berufsjahre mit entsprechender Berufserfahrung zurückgreifen. Auch die Art der Hochschulzugangsberechtigung ist heterogen. Einige Studierende bringen eine allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife mit. Andere haben bereits einen Meister- bzw. Techniker-Abschluss „in der Tasche“. Besonders hoch ist jedoch der Anteil an Studierenden, die über den sogenannten dritten Bildungsweg zum berufsbegleitenden Studium gefunden haben. Durch Nachweis einer abgeschlossenen, qualifizierten Berufsausbildung und einer mindestens zweijährigen Berufspraxis im einschlägig erlernten Beruf bietet sich auch für engagierte und motivierte Facharbeiter die Möglichkeit eines Studiums.

Um allen Studienanfängern eine möglichst einheitliche Ausgangsbasis zu verschaffen und Unterschiede zu nivellieren, bot die Fachhochschule Kaiserslautern in Vorbereitung auf das Studium einen Mathematik-Vorkurs an - ebenfalls berufsbegleitend. Während fünf Präsenzterminen an Samstagen konnten sich die Studierenden auf die mathematischen Anforderungen im Studium vorbereiten. Im Rahmen von „Online-Sprechstunden“ am Abend hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, von zu Hause aus Fragen zu stellen. Dieses Angebot zur Vorbereitung auf das Studium nutzten nahezu alle neuen Studierenden, bevor sie ins eigentliche Studium starteten. Ein zu Beginn geschriebener Eingangstest zeigte die bestehenden Wissenslücken und –schwächen auf, an denen während der folgenden sechs Wochen individuell angeknüpft werden konnte. Der Erfolg dieses Kurses spiegelte sich im durchweg guten Ergebnis eines Abschlusstests wider.

Die Fachhochschule Kaiserslautern kooperiert bei den berufsbegleitenden Studiengängen mit der ZFH in Koblenz, die für die organisatorische Abwicklung, wie Versand der Lehrmaterialien, Abwicklung der Lehraufträge, Bildungsfreistellung und Marketing zuständig ist.

Weitere Informationen unter www.fh-kl.de

Artikel als pdf

Fachtsheets:
Automatisierungstechnik

Industrial Engineering

Prozessingenieurwesen