Innovation – the name of the game

MBA Innovations-Management-Studierende besuchen internationale Fachkonferenz in Stockholm


Foto: Hochschule Kaiserslautern

Unter dem Motto „Innovation – the name oft he game“ fand im Juni 2018 die 24. Innovationskonferenz der ISPIM (International Society for Professional Innovationmanagement) in Stockholm statt. Sieben Studierende des MBA-Fernstudiengangs „Innovations-Management“ der Hochschule (HS) Kaiserslautern nahmen an der Konferenz teil. Studiengangsleiter, Prof. Dr. Ing. Christian Thurnes, leitete Exkursion, die welche Pflichtbestandteil des MBA-Studiums für der angehenden Innovationsmanager/innen war.

Zunächst tauschte sich die Gruppe im Rahmen des „Junior Researcher Lab“ – eines halbtägigen Workshop – mit der internationalen Community der Jung-Forscher/innen und diskutierte mit erfahrenen Innovationsmanagern unterschiedlicher Unternehmen. In den Räumen des KTH Royal Institute of Technology erörterten die ca. 80 Teilnehmenden Themen ihrer Forschungs- und Abschlussarbeiten und auch Fragestellungen zum wissenschaftlichen Publizieren.

Die anschließende dreitägige Hauptveranstaltung widmete sich aktuellen Themen aus Wissenschaft und Praxis des Innovationsmanagements. Hier reihten sich die Fernstudierenden der HS Kaiserslautern in die 460 Teilnehmenden aus 40 Nationen ein und konnten aus mehr als 250 Fachvorträgen, Workshops, Plenarveranstaltungen, Seminaren, Roundtables etc. ganz individuell ihr eigenes Konferenzprogramm zusammenstellen. Neben der Darstellung von Forschungsergebnissen waren hierbei insbesondere auch die Beiträge von Innovationsprofis vieler unterschiedlicher Unternehmen, wie z. B. Sony, Lufthansa Systems, Scania, Tata Sons, Ericsson, Lego, KPMG sehr lehrreich. In vielen Beiträgen standen die Auswirkungen und Chancen der Digitalisierung für das Innovationsmanagement im Mittelpunkt. Topthemen lagen daher im Bereich der Business-Model Innovation und -Generierung unter Berücksichtigung der jeweiligen Ecosysteme.

Darüber hinaus wurden auf der methodischen Seite auch Open Innovation, Hackathons, Living Labs sowie Hubs und die Integration von Start-ups ins Innovationsgeschehen aus vielen Perspektiven betrachtet. Auch Klassiker wie Design Thinking, systematische Innovation und Future Foresight waren Teil des Programms. Die Studierenden konnten nicht nur zwischen vielen Themen, sondern auch zwischen unterschiedlichen Veranstaltungsformen wählen: vom Vortrag im großen Saal, über aktive Workshops mit ca. 20 Personen bis hin zu Diskussionszirkeln mit nur einer Hand voll Teilnehmender.

Professor Thurnes moderierte eine Reserach-in-Progress-Session, bei der Forscher/innen aus Südafrika, England und den Niederlanden über ihre Arbeiten im Bereich des Innovationsmanagements im Gesundheitswesen berichteten. Auch in diesem Feld ist Innovationsmanagement von großer Bedeutung – das Spannungsfeld liegt hierbei in der Praxis oft zwischen Hochtechnologie (z.B. robotergestützte Operationen) einerseits und gleichzeitig technologisch wenig entwickelten Hilfsmitteln und Prozessen (z.B. in der Pflege) andererseits.

Zum Abendprogramm der Konferenz zählte neben dem Besuch der Town Hall unter anderem die Besichtigung des Vasa-Museums. Die Vasa ist ein sehr gut erhaltenes Kriegsschiff aus dem siebzehnten Jahrhundert. Als eines der ersten Schiffe mit zwei Kanonen-Decks könnte sie als eine Innovation im Bereich des Schiffsbaus betrachtet werden. Allerdings sank sie nach weniger als einer halben Stunde Jungfernfahrt – insofern handelte es sich eher um einen Prototyp, da für nachfolgende Schiffe entsprechende Lerneffekte aus der Vasa-Konstruktion erzielt wurden. Viele Erfolgs- oder auch Misserfolgs-Aspekte des modernen Innovationsmanagements ließen sich anhand dieser historischen Geschichte illustrieren – so zum Beispiel die mangelnde Einbindung von „usern“ (user co-creation) und ein zu statisches Projektmanagement.

Als Abschluss der Veranstaltung konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Exkursionen zu „Hot-Spots“ der Stockholmer Innovations- und Digitalszene teilnehmen. Die Besuche und Führungen hatten Start-Up-Zentren, Co-Working-Spaces und Living Labs zum Ziel. Darüber hinaus wurden Einblicke in die „Smart City“-Initiative der Stadt Stockholm gewährt und das Unternehmen Scania präsentierte Ausgründungen und Innovationsprojekte des Unternehmens im Bereich Digitalisierung.

Die Studierenden des MBA Innovations-Management konnten im Rahmen der Konferenz aber nicht nur Theoriewissen mit aktueller Praxis und Forschung abgleichen und erweitern, sondern insbesondere auch Kontakte zu unterschiedlichsten Akteuren aus verschiedensten Branchen knüpfen. „Die Möglichkeit der individuellen Programmzusammenstellung erlaubt den Studierenden, ihre eigene Branche, z.B. Versicherung und Banken, oder präferierte Themenfelder, z.B. künstliche Intelligenz oder Design Thinking, schwerpunktmäßig zu betrachten. Die Kontakte zur internationalen Community sind nicht nur für die Erstellung der Masterthesen, sondern auch für die professionelle Tätigkeit im Innovationsmanagement sehr hilfreich“, fasst Professor Thurnes zusammen. Für die Studierenden ist der Kongress mit der Heimreise noch nicht beendet – eine abschließende Aufbereitung ausgewählter Inhalte ist Teil des Curriculums und beinhaltet die Erstellung eines individuellen Posters, welches an der Hochschule in einer kleinen Galerie ausgestellt wird.

Die Hochschule Kaiserslautern, Campus Zweibrücken führt den Fernstudiengang MBA Innovations-Management in Kooperation mit der Zentralstelle für Fernstudien an Fachhochschulen (ZFH) durch. Interessenten können sich für das Angebot online bei der ZFH bewerben: www.zfh.de/anmeldung/

Weitere Informationen unter: mba.bw.hs-kl.de/ 

und www.zfh.de/mba/innovations-management/