Ruth Claus-Kümpel über ihre Erfahrungen im Fernstudium

Frau Claus-Kümpel, wie kam es zu Ihrem Entschluss, nebenberuflich das MBA-Fernstudienprogramm zu absolvieren? Als Unternehmerin halte ich es für zwingend erforderlich, mich kontinuierlich und professionell weiterzubilden. Zudem möchte ich meinen Kunden gegenüber mein Beratungsportfolio erweitern. Hierzu war es notwendig, neben dem klassischen Projektmanagement auch den Bereich Betriebswirtschaft und Managementstrategien stärker auszubauen. Mit dem MBA-Fernstudiengang – insbesonders mit dem Schwerpunkt Sanierung und Insolvenz - biete ich damit ein fachlich fundiertes resp. ganzheitliches Beratungsspektrum an.  Die Entscheidung, den Standort Remagen zu wählen - FH Koblenz/Rhein-Ahr-Campus - war rein privat begründet. Neben Familie und Beruf wäre es mir nicht möglich gewesen, weitere Anfahrten zu bewältigen. Ich war sehr zufrieden, eine solch attraktive FH direkt „um die Ecke“ zu haben. Wie beschreiben Sie die berufliche Situation vor Beginn Ihres MBA-Fernstudiums? Vor dem MBA-Fernstudium wurde ich eher für operative Projekte beauftragt. Häufig wurde auch ein betriebswirtschaftliches Studium vorausgesetzt. Hier konnte ich im Wettbewerb nicht mithalten und bekam hierdurch einige Zuschläge nicht. Haben Sie bis jetzt schon von Ihrem Fernstudium profitiert, wenn ja, in welcher Weise? Auf alle Fälle habe ich profitiert. Schon während des Studiums erhielt ich einen Auftrag im strategischen Umfeld. Meinen ersten Auftrag als MBA bekam ich in einem strategischen Großprojekt. Beide Einsätze wurden von einem namhaften Chemiekonzern beauftragt. Wie empfinden Sie die Betreuung durch Professoren und Studiengangskoordinatoren? Die Betreuung durch die Professoren war mit wenigen Ausnahmen sehr gut. Im Vergleich zu meinem naturwissenschaftlichen Erststudium an einer Universität waren die Professoren/Dozenten deutlich praxisorientierter und damit näher am wirtschaftlichen Geschehen. Das bedeutete auch, dass die Vorträge überwiegend praxisbezogener waren und damit auch deutlich interessanter als „Vorlesungen“. Die Studiengangskoordination, resp. Betreuer, waren sehr gut und sehr professionell. Sie deckten m.E. eine hohe Bandbreite ab: Angefangen von „telefonischer Seelsorge“ bis hin zum „Berater in organisatorischen Dingen“ und das mit einer kontinuierlichen Freundlichkeit. Eine super Mischung !! Welchen Tipp möchten Sie als „alter Hase“ neuen Fernstudieninteressenten geben? Als sehr wichtig erachte ich, dass der Entscheidungsfindung ausreichend Zeit beigemessen wird, um sich einen Studienabbruch zu ersparen. Unabdingbar ist die Kooperation mit dem „backoffice“. Hier sollten die Fragen geklärt sein, ob die Familie, Freunde und der Arbeitgeber die doch nicht so ganz einfache Zeit mitträgt. Und ganz wichtig:  Die eigene, realistische Einschätzung, ob dieser „Dauerlauf“ auch durchgehalten werden kann, resp. die Bereitschaft vorhanden ist, auf viele Freizeitaktivitäten in dieser Zeit zu verzichten. Bitte geben Sie uns ein paar Statements zum Fernstudium: Das Fernstudium macht mir Spaß, weil... ...ich mir damit ein neues Geschäftsfeld aufbauen konnte. Die Selbststudienphasen im Wechsel mit Präsenzveranstaltungen am Wochenende halte ich für sinnvoll, weil... ...ich damit auf der einen Seite die notwendige Flexibilität des Eigenstudiums habe; auf der anderen Seite aber auch gleichzeitig die fachliche und soziale Anbindung an den Bildungsträger leben kann. Das Fernstudium neben Job und anderen privaten Verpflichtungen gelingt mir... ...weil ich eine gute Projekt- und Zeitmanagerin bin und viel Unterstützung seitens meiner Familie und Freunde bekomme. Das Fernstudium hat sich schon jetzt positiv ausgewirkt... ...da ich sehr viel lernen und entsprechende Aufträge generieren konnte. Was ich sonst noch gerne sagen möchte: Wer mit dem Gedanken spielt, den MBA zu erlangen, sollte dies unbedingt tun. Der Abschluss eröffnet viele neue Möglichkeiten - aber die Entscheidung hierzu sollte wohl überlegt sein.